„Nachhaltigkeit muss von Herzen kommen.“

Bis 2030 will Porsche über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg bilanziell CO₂-neutral sein. Ein wichtiger Baustein dabei: der Transport sowohl von Bauteilen, als auch von Fertigfahrzeugen. Seit mehr als 20 Jahren – nämlich seit dem 1. September 2000 – transportiert der Stuttgarter Automobilhersteller seine für den Export bestimmten Fahrzeuge auf der Schiene Richtung Hafen. Heute verlassen rund 80 Prozent der Neufahrzeuge die Werke in Stuttgart-Zuffenhausen und Leipzig per Bahn – allein 2020 waren das mehr als 100.000 Einheiten. Und bereits seit Anfang 2018 wickelt Porsche seine Schienentransporte sogar vollständig CO₂-frei ab und fährt seitdem komplett mit Strom aus regenerativen Energien.


Konsequent nachhaltig

Mittelfristig möchte Porsche den schon heute hohen Anteil an klimaneutralen Transporten aber noch weiter ausbauen: Auch für den vollelektrischen Taycan, der in Stuttgart-Zuffenhausen CO₂-neutral produziert wird, setzt der Sportwagenhersteller schon seit Februar 2020 auf CO₂-freie Ganzzüge von DB Cargo zwischen dem benachbarten Kornwestheim und den Exporthäfen Bremerhaven und Emden. Ziel ist es, ganz bewusst Transportvolumen auf die Schiene zu verlagern und einen Beitrag zur CO₂-Reduzierung zu leisten. Seitdem fahren wöchentlich bis zu fünf Ganzzüge von Kornwestheim in Richtung Norden – mit jeweils etwa 250 Fahrzeugen an Bord. Wir bieten Porsche damit eine Transportlösung mit großer ökologischer Wirkung. Schließlich verwenden wir für die Verkehre ausschließlich Strom aus erneuerbaren Energien. Denn auch Porsche selbst nutzt bereits seit 2017 an seinen Produktionsstandorten ausschließlich zertifizierten Naturstrom und hat sich mit der Entscheidung für das Produkt DBeco plus ganz bewusst für die nachhaltigste Transportlösung entschieden. 

Wir haben dazu mit Albrecht Reimold gesprochen. Der Vorstand für Produktion und Logistik bei Porsche sagt, Nachhaltigkeit muss von Herzen kommen, das kann nicht verordnet werden. Der gelernte Werkzeugmacher und Diplom-Ingenieur ist seit fünf Jahren im Vorstand des Automobilherstellers und dort auch Pate für Nachhaltigkeit. 


Warum passen Porsche und DB Cargo so gut zusammen? 

Albrecht Reimold_ Porsche und DB Cargo haben eine lange Tradition. Und uns verbindet unser Bestreben nach Nachhaltigkeit. Die Philosophie von Porsche beinhaltet schon immer Nachhaltigkeit – ein Porsche ist ein langlebiges Produkt und diesen Grundsatz verfolgen wir konsequent. Sogar weit über die gesetzlichen Forderungen und Vorgaben hinaus. Denn bei Porsche ist dieses Bestreben intrinsisch, nicht nur bei der Fertigung unserer Fahrzeuge. Wir haben deswegen immer wieder auch unsere logistischen Prozesse optimiert und auf ihre Nachhaltigkeit hin verbessert. Da ist es beinahe zwangsläufig, dass wir beim Transport irgendwann auf die Schiene und letztlich auf die Eco-Produkte gekommen sind. Wir vermeiden dadurch mehrere tausend Lkw-Transporte auf der Autobahn und gleichzeitig etwa 20.000 Tonnen CO₂-Emissionen. Und wir wollen da in Zukunft noch viel mehr machen, da ist noch Luft nach oben in unserer Zusammenarbeit. Gerade wenn es Richtung Asien geht, haben wir da noch viel Potenzial – mit der Bahn sind wir in maximal zwei Wochen in China. Im Vergleich dazu braucht das Schiff gut sechs Wochen. Glücklicherweise sind sowohl Porsche als auch DB Cargo relativ dynamische  Unternehmen, deswegen können und wollen wir auch da noch enger zusammenrücken, um solche Potenziale voll auszuschöpfen. 

Bis 2030 will Porsche über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg CO₂-neutral sein: Welche Rolle spielt der Transport auf der Schiene dabei?

AR_ Eins ist klar: Porsche wird 2030 bilanziell CO₂-neutral sein! Unsere Standorte in Stuttgart, Leipzig und das Entwicklungszentrum in Weissach sind deswegen bereits CO₂-neutral. Die Logistik ist aber ein ganz entscheidender Faktor, um dieses Ziel zu erreichen. Das betrifft sowohl unsere Zulieferverkehre aus Europa und der ganzen Welt, als auch die Verkehre für unsere Fertigfahrzeuge. Hier sind wir natürlich darauf angewiesen, dass unsere Logistikpartner so viel erneuerbare Energie nutzen wie möglich, also CO₂-arm oder CO₂-neutral transportieren. Wir wollen vermeiden, optimieren und reduzieren – und erst bei den letzten paar Prozent kompensieren. Die Bahn kann da natürlich ihre ganze Stärke ausspielen und mit ihrem Antriebskonzept – wo immer möglich rein elektrisch und mit 100 Prozent Ökostrom – punkten. Wir selbst engagieren uns ja auch beim Ausbau erneuerbarer Energien und investieren beispielsweise in den nächsten zehn Jahre über eine Milliarde Euro in Windräder, Solarenergie und andere Klimaschutzmaßnahmen. So schließt sich der Kreis und wir alle profitieren voneinander.


Welchen Einfluss hat der Nachhaltigkeitsbeirat von Porsche und was heißt das für DB Cargo?

AR_  Unser Nachhaltigkeitsbeirat aus externen Fachleuten und renommierten Experten wie unserem Bundesumweltminister a.D. Klaus Töpfer oder Sarah Jastra, Professorin für Wirtschaftsethik und Nachhaltigkeit, hält uns bei allem, was wir tun, immer den Spiegel vor. Das hilft uns unter anderem zu erkennen, dass Nachhaltigkeit eine globale Aufgabe ist und nicht allein in Stuttgart-Zuffenhausen zu lösen ist. Ich wiederhole mich da gerne: Wir können das nur gemeinsam lösen und sind dazu auf starke Partner angewiesen. Ich sage immer, Nachhaltigkeit kennt keinen Wettbewerb. Wir arbeiten auch mit DB Cargo eng zusammen und versuchen mit kreativen Lösungen das Thema Nachhaltigkeit ganzheitlich voranzutreiben. 


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Timo Geißinger

Account Manager DB Cargo Logistics